BOUDOIR STORIES: Das Parfum

Meine Leidenschaft für Parfum hat mit einem Duft von Hugo Boss begonnen, wobei mich damals vor allem die futuristische, metallisch-blaue Flasche in Form einer kugel begeistert hat. Etwas später war ich einer der schwarz gekleideten Jugendlichen, der sich gerne ein, zwei Tropfen Patchouli auf den Mantel getan hat. Das führte soweit, dass ich sogar einmal der Klasse meiner Schule verwiesen wurde weil ich einfach extrem stark nach dem Öl gerochen habe – ich war zu der Zeit vollkommen überzeugt davon, dass der Duft zu mir gehört.

Heute ist mein Verhältnis zu Parfum sicher noch leidenschaftlicher, nur würde ich sicher keiner Klasse mehr verwiesen werden (zumindest nicht aus diesem Grund), da ich Parfum immer mit dem Gedanken benutze, dass der Duft nie vor dir einen Raum betreten sollte, dafür aber eine Note hinterlässt wenn du ihn verlässt.

Mit bestimmten Düften verbinde ich Menschen, Freunde und vor allem Erinnerungen. Meine Mutter wird für mich immer Lancôme’s Trésor sein, mein Vater Roma Uomo von Laura Biagotti. Genau so denke ich bei Gaultier’s Le Male an Lederjacken und meinen ersten Manager und obwohl ich Dior’s Boit d’Argent über alles liebe, bringt es auch den gesamten Liebeskummer in Erinnerung an meine letzte Beziehung mit sich.

Da ich die erste Hälfte der letzten Zehn Jahre vor allem auf Reisen verbracht habe, hat mir mein Parfum auch etwas wie ein Gefühl von zu Hause gegeben. An meinem Nacken, in meinem Haar, am Kragen meines Hemdes… ich habe es auch schon auf Kopfkissen oder in das Badewasser gesprüht. Egal wie viel ich verdiente oder eben nicht, mein Parfum war immer ein kleiner Luxus den ich mir gönnen wollte. Jedes mal wenn ich meinen Duft an mir oder in meiner Umgebung wahr nahm, gab es mir aber auch das Gefühl von zu Hause sein.

Mittlerweile halte ich nicht mehr an einem Duft als meinem einzigen fest, sondern habe zu verschiedenen Anlässen und Stimmungen auch spezielle Parfums und Eau de Toilettes, von denen ich euch meine derzeitigen Lieblinge vorstellen möchte.


• Dior • Dior Homme •

Dior Homme war eine zeitlang mein Signature-Parfum und der erste Duft der sich einfach nach mir angefühlt hat. Die erste Flasche habe ich mir kurz nach Erscheinen des Duftes 2005 gekauft und fast 10 Jahre war es mein liebstes Parfum. Maskulin aber verspielt, ist es mittlerweile zu einem modernen Klassiker geworden und befindet sich in vielen Badezimmern. Vielleicht sogar in zu vielen, so dass ich irgendwann das Gefühl hatte nach etwas neuem Suchen zu müssen da ich in jeder Bar mindestens eine Person traf, die ebenfalls Dior Homme trägt. Obwohl Dior Homme nicht mehr der Duft ist, den ich jeden Tag nutze, hat er einen festen Platz in meinem Regal sicher. In den letzten Jahren sind mit Dior Intense ein Perfume und mit Dior Homme Sport ein Eau de Cologne auf den Markt gekommen, wobei ich nach wie vor das Eau de Toilette bevorzuge.

Riecht wie GOLD und klingt wie David Bowie Mitte der 1970er; cool aber klassisch, irgendwas zwischen Fame und Golden Years.


• LALIQUE • Encre Noire •

Der Duft Encre Noire der französischen Marke Lalique war vor ein paar Jahren ein Geschenk eines Freundes. Das Parfum trägt eine eher dunkle holzige Note.

Riecht wie LEDERJACKEN riechen sollten und klingt wie Why’d You Only Call Me When You’re High von den Arctic Monkeys.


• Dior •  Fahrenheit Perfume •

Fahrenheit von Dior trage ich mittlerweile seit über einem Jahr und der Duft ist momentan mein absoluter Favorit. Auf der Suche nach dem Parfum welches wieder Teil meiner Persönlichkeit werden wollte, habe ich einige verschiedene Düfte ausprobiert, die alle großartig waren aber eben nicht nach mir geschrieben haben. Bei Fahrenheit wusste ich sofort, dass er zu mir gehört – allerdings anders als bei Dior Homme ist es hier das Perfume und nicht das Eau de Toilette welches mein Favorit ist. Der Duft ist ungewöhnlich und es gab Reaktionen von Leuten, die den Geruch des Parfums per se nicht mochten, jedoch auf meiner Haut dann angenehm fanden. Ein winziges Detail, welches der Duft für mich noch persönlicher macht, ist dass er im Jahr meiner Geburt auf den Markt kam, 1988.

Riecht wie VERSUCHUNG und klingt wie Ride A White Horse oder Ooh La La von Goldfrapp.


• Joop • WOW! •

Wow! von Joop ist erst dieses Jahr erschienen aberbereits zu einem meiner neuen Lieblingsdüfte geworden. Er ist etwas leichter und wie eine Freundin anmerkte, erinnert sein Geruch ein wenig an einen guten Gin Tonic – meinen Lieblingsdrink! Das Eau de Toilette ist der perfekte Tagesduft.

Riecht wie GIN TONIC und klingt wie Love von Lana Del Rey (irgendwie vintage, dennoch frisch – young & in love eben).


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